Mikronährstoffbedarf im Alter

Im Jahr 2024 lebten rund 19 Millionen Menschen ab 65 Jahren in Deutschland, was einem Anteil von gut 23 Prozent entspricht. Prognosen zufolge steigt ihr Anteil im Jahr 2070 auf annähernd 30 %. Was diese Gruppe eint, dürfte der Wunsch sein, die Gesundheit möglichst zu erhalten. Dafür ist die Versorgung mit Mikronährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen von zentraler Bedeutung. Sie sind an einer Vielzahl lebenswichtiger Prozesse beteiligt und erfüllen spezifische Funktionen im Stoffwechsel. Da der Körper die meisten Mikronährstoffe nicht oder nur unzureichend herstellen kann, müssen sie regelmäßig und in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen werden. Ältere Menschen haben aufgrund der altersbedingten körperlichen und verhaltensbezogenen Veränderungen besondere Bedürfnisse, auch im Hinblick auf die Mikronährstoffversorgung. Damit ändern sich die Ansprüche an die Ernährung. In heutiger Zeit trifft der Wunsch nach einer optimalen Nährstoffversorgung aber auch auf einen Boom von Nahrungsergänzungsmitteln, die genau das versprechen. Braucht die Generation 65+ solche Präparate? Welche Mikronährstoffe sind in fortschreitendem Alter besonders relevant und wie lässt sich eine ausreichende Zufuhr auch ohne Präparate gewährleisten?

Nährstoffe, die im Alter besondere Beachtung erfordern

Vitamin D

Vitamin D wird kaum über die Nahrung aufgenommen, sondern vor allem unter dem Einfluss von Sonnenlicht in der Haut gebildet. Im höheren Alter nimmt die Fähigkeit der Haut, Vitamin D zu bilden, jedoch deutlich ab. Zudem verbringen ältere Menschen tendenziell weniger Zeit im Freien, z.B. Bewohner von Pflegeheimen oder chronisch kranke Menschen. Studien zufolge erreichen 94 % der Männer und 97 % der Frauen über 65 Jahre die Zufuhrempfehlung für Vitamin D nicht (NVS II) und etwa jede zweite Person weist niedrige Blutspiegel auf.

Ältere Menschen zählen somit zu den Risikogruppen, für die nach Ansicht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung) eine Einnahme von Vitamin D-Präparaten nach Rücksprache mit der Ärztin / dem Arzt sinnvoll sein kann. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt als Höchstmenge in Nahrungsergänzungsmitteln 20 Mikrogramm pro Tagesdosis.

Vitamin B12

Ein Teil der älteren Menschen nimmt Studien zufolgeExterner Link: nicht genug Vitamin B12  über die Nahrung auf. In nennenswerten Mengen kommt Vitamin B12 nur in Lebensmitteln tierischen Ursprungs vor. Zu den wichtigsten Lieferanten gehören Leber, rotes Muskelfleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte.

Icon von einem Ei

Eier

1 Ei deckt 23 Prozent der Zufuhrempfehlung

Icon von Joghurt

Joghurt

1 Portion Joghurt 150 Gramm 15 Prozent der Zufuhrempfehlung

Nährstoffe, die im Alter besondere Beachtung erfordern - Akkordeon

Vitamin D wird kaum über die Nahrung aufgenommen, sondern vor allem unter dem Einfluss von Sonnenlicht in der Haut gebildet. Im höheren Alter nimmt die Fähigkeit der Haut, Vitamin D zu bilden, jedoch deutlich ab. Zudem verbringen ältere Menschen tendenziell weniger Zeit im Freien, z.B. Bewohner von Pflegeheimen oder chronisch kranke Menschen. Studien zufolge erreichen 94 % der Männer und 97 % der Frauen über 65 Jahre die Zufuhrempfehlung für Vitamin D nicht (NVS II) und etwa jede zweite Person weist niedrige Blutspiegel auf.

Ältere Menschen zählen somit zu den Risikogruppen, für die nach Ansicht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung) eine Einnahme von Vitamin D-Präparaten nach Rücksprache mit der Ärztin / dem Arzt sinnvoll sein kann. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt als Höchstmenge in Nahrungsergänzungsmitteln 20 Mikrogramm pro Tagesdosis.

Ein Teil der älteren Menschen nimmt Studien zufolge nicht genug Vitamin B12  über die Nahrung auf. In nennenswerten Mengen kommt Vitamin B12 nur in Lebensmitteln tierischen Ursprungs vor. Zu den wichtigsten Lieferanten gehören Leber, rotes Muskelfleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte.

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